Behandlungsablauf
Kennenlernen
Ein ehrlicher, wertschätzender und respektvoller Kontakt ist mir sehr wichtig - das gilt für mich besonders für meinen Umgang mit Ihrem Pferd. Ich versuche über das Verhalten meines vierbeinigen Gegenübers meine Schlüsse zu ziehen und über pferdegerechte Kommunikation eine Situation aufzubauen, die Sicherheit und Ruhe vermittelt. Gerade bei Schmerzzuständen geht es nur gewaltfrei, fein und vertrauensvoll.
"Das Pferd hat immer recht" (Quelle: Unbekannt)
Anamnese
Vor der eigentlichen Behandlung erkundige ich mich nach der "Geschichte" Ihres Pferdes und dokumentiere das: z. B. welchen Ausbildungsstand hat es? Wie alt ist es? Gibt es eine Krankengeschichte? Gab es einen Unfall? Wie verhält es im Herdenverband? Wann war das letzte Mal der Hufpfleger, Schmied oder Tierarzt da?
Gangbildanalyse
Eine Gangbildanalyse lässt mich das Bewegungsverhalten des Pferdes beurteilen und Lahmheiten, Asymmetrien oder Bewegungseinschränkungen erkennen.
Untersuchung
Trotz erster Erkenntnisse aus der Gangbildanalyse untersuche ich Ihr Pferd immer vollständig, d. h. Kopf, Hals, Rumpf und alle Gliedmaßen und alle Gelenke.
Behandlung
Die eigentliche Behandlung erfolgt dann fokusiert auf das betroffene Areal.
Wichtige Hinweise
Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit die Behandlung dem Wohl Ihres Pferdes dient.
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Anwendungsbereiche sind z. B.:
- Anzeichen von Schmerz
- Schiefe Schweifhaltung
- Schiefe Kopfhaltung
- Unwilligkeit beim Arbeiten
- Unklare Lahmheit
- Nach einem Sturz
- "Wellness" nach Belastungen
Wann behandle ich nicht?
Die sog. "Kontraindikationen" sind z. B.:
- Blutungen
- Frakturen
- Arthrosen
- Tumore
- Trächtigkeit
Ich behalte mir auch vor, sehr junge Fohlen oder sehr alte Pferde nicht zu behandeln.
Was muss nach der Behandlung beachtet werden?
Eine osteopathische Behandlung verläuft fast ausschließlich sanft und regt die Selbstheilungskräfte an.
Dies führt - nicht immer sofort - nach der Behandlung zu einer Reaktion des Körpers: lang Erstarrtes kommt wieder in Bewegung, lange nicht benutzte Muskelpartien erwachen aus der Schonhaltung und Bewegungsvermeidung. Säfte und Energie fließen wieder.
Ihr Pferd kann nach der Behandlung Symptome enes starken Muskelkaters zeigen. Sie sollten Ihrem Pferd deshalb 1 bis 2 Tage nach der Behandlung Ruhe gönnen und es nicht reiten, fahren, longieren oder belasten.
Was ist Osteopathie?
"Die Bezeichnungen Osteopathie (von altgriechisch ὀστέον ostéon, deutsch ‚Knochen‘ und πάθος páthos, deutsch ‚Leiden‘), osteopathische Medizin und osteopathische Behandlung beschreiben im Bereich der Alternativmedizin verschiedene Krankheits- und Behandlungskonzepte." (Quelle: Wikipedia)
Das bedeutet übertragen auf das Pferd: eine osteopathische Behandlung basiert nicht auf schulmedizinischen Grundlagen und ersetzt nicht den Tierarzt, Hufpfleger oder -schmied.
Ich handle und behandle nach besten Wissen und Gewissen und mit größtmöglicher Sorgfalt und bin sehr bemüht die Beschwerden Ihres Pferdes zu bessern. Eine 100 %ige Erfolgsaussicht kann ich jedoch nicht aussprechen. Eine schulmedizinische Diagnose wird nicht erstellt.
